Abstract:

In his conceptual photographs and installation works, Ulrich Gebert addresses the culturally shaped relationship of man to nature and his environment. The installations as well as the photographs arranged in series and wall tableaus do not follow the romantic motif of a reunion of man and nature. Rather, they bear witness to Gebert’s partly critical, partly humorous examination of the way we humans treat animals and plants. The question of how the individual or a society inscribes itself in its habitat and the associated thematisation of power relations form a core point in Gebert’s artistic exploration. Thus, his works revolve around concepts such as order, categorisation, hierarchy, functionalisation and instrumentalisation and reveal the gestures of violent appropriation and control inherent in the techniques of order and cultivation.

Ulrich Gebert thematisiert in seinen konzeptuellen Fotografien und installativen Arbeiten das kulturell geprägte Verhältnis des Menschen zur Natur und seiner Umwelt. Dabei stehen die Installationen ebenso wie die zu Serien und Wandtableaus arrangierten Fotografien nicht in der Tradition des romantischen Motivs einer Wiedervereinigung von Mensch und Natur. Vielmehr zeugen sie von der teils kritischen, teils humorvollen Auseinandersetzung Geberts mit der Art und Weise, wie wir Menschen mit Tieren und Pflanzen umgehen. Die Frage, wie sich der Einzelne oder eine Gesellschaft in ihren Lebensraum einschreiben und die damit verbundene Thematisierung von Machtverhältnissen bilden einen Kernpunkt in Geberts künstlerischer Auseinandersetzung. So kreisen seine Arbeiten um Begriffe wie Ordnung, Kategorisierung, Hierarchie, Funktionalisierung und Instrumentalisierung und legen die der Ordnungs- und Kultivierungstechniken inhärenten Gesten der gewaltvollen Aneignung und der Kontrolle offen.